top of page

Auf ins Northland

  • Autorenbild: Sebastian
    Sebastian
  • 2. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit

Während des Abendbrots, nachdem ich gestern den letzten Blogbeitrag hochgeladen hatte, wunderten wir uns, dass es hell ist im Camper.

Tatsächlich war der uns zugewiesene Stellplatz unter einem Flutlicht 😅. Das gab bei mir sofort Flashbacks, weil ich vor vielen Jahren mit meiner Familie die gleiche Situation in Australien in den 90ern hatte. Man hätte jetzt umparken können, aber am Ende konnte die Situation pragmatisch schnell mit einer Nesquikverpackung gelöst werden 😊. [Einschub Heike: meine Idee wurde zum Zeitpunkt allerdings schwer belächelt. Naja, viele Ideen großer Geister finden erst später Anerkennung 😊.]



Das Bild der Pappe war vom nächsten Morgen, in Wirklichkeit deckte sie gut ab.

Der "Campground" an sich war ganz lustig. Nicht wirklich schön, aber sehr sauber. Es war auch eher ein Stellplatz für Dauermieter die dort quasi gewohnt haben. So waren viele Wohnmobile voll ausgebaut und geschmückt.

Heute Morgen setzen wir unsere Reise über die State Highways 2 und 1 in Richtung Norden fort. Da uns die längste Etappe der Tour bevorstand, entschieden wir uns für eine Pause in den Auckland Botanic Gardens, kurz vor den Toren der Stadt. Dabei handelt es sich um eine riesige, grüne Oase der Ruhe und bieten mit über 64 Hektar Platz den perfekten Rückzugsort vom Stadttrubel. Besonders toll ist, dass der Eintritt kostenlos ist, was den Park zum idealen Ziel für einen entspannten Spaziergang oder ein ausgiebiges Picknick macht.



Anschließend ging es auf dem Highway einmal quer durch Auckland. Zum ersten Mal befuhren wir große, mehrspurige Fernstraßen – eine echte Besonderheit in dem sonst fast ausschließlich einspurigen Straßennetz des Landes.

Besonders interessant ist dabei, wie die Maut bezahlt wird, die auf einer kurzen Strecke hinter Auckland fällig ist. Es gibt dort keine großen Mautstationen mit Schranken wie in Österreich oder Italien; stattdessen werden die Nummernschilder einfach über Kameras registriert. Man muss also nicht anhalten, sondern fährt ganz normal weiter und begleicht die Maut einfach innerhalb von fünf Tagen online.



Was ich nicht gedacht hätte ist, wieviel Škodas man hier sieht. Bisher habe ich diese Automarke nirgends außerhalb Europas wirklich wahrgenommen. Aber einige Private fahren hier Škoda und auch die ganze Polizei ist damit ausgestattet.



Was während der Fahrt auch immer wieder lustig ist ein ganz bestimmter kleiner Vogel, der Hirtenmaina, auch Mynah. Das amüsante Verhalten der Vögel, die oft erst im letzten Moment vor herannahenden Autos zur Seite hüpfen, liegt an ihrer Vorliebe für den warmen Asphalt, der Insekten anzieht. So bedienen sie sich quasi am Buffet der überfahrenen Tiere. Mynahs sind extrem schlau. Sie können die Geschwindigkeit von Autos sehr gut einschätzen und haben gelernt, dass sie nicht weit wegfliegen müssen – ein kleiner Hüpfer zur Seite reicht oft.

Während Touristen ihr lustiges Hüpfen oft amüsant finden, haben die „Kiwis“ (die Neuseeländer) oft eine schlechte Meinung von ihnen. Der Hirtenmaina gilt in Neuseeland oft als Schädling der heimische Vögel vertreibt.



Ansonsten sieht man auch in Neuseeland immer mal Trucks wie in Australien. Wenn auch nicht ganz so bunt und geschmückt wie in Australien.



Nach insgesamt viereinhalb Stunden Fahrt sind wir bei unserem nördlichsten Campground in den Bay of Islands angekommen. Hier bleiben wir jetzt 3 Nächte und haben einiges zu erkunden.



Bei 28 Grad am 2. Januar konnten wir es heute ganz gut aushalten 😊.

Kommentare


Beitrag: Blog2_Post

©2023 stelblog

bottom of page