Franz Josef
- Sebastian

- 22. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Wieder scheint die Sonne und der Tisch für das Frühstück wird aufgebaut. In aller Regel ist es früh im Camper kälter als draussen. Die Überwindung ist also erstmal groß, sich jeden Morgen aufs neue davon zu überzeugen und aus dem warmen Bett aufzustehen 😂.
Beim Frühstück ist uns aufgefallen, dass die Konsistenz von Nutella hier eine andere ist. Schnell recherchiert und rausgefunden, dass sie tatsächlich cremiger hergestellt wird aufgrund der Beschaffenheit des Brotes. Brot in Deutschland ist fester als die Weißbrotscheiben, die hier hauptsächlich gegessen werden. Daher wurde die Konsistenz von Nutella angepasst, damit das Brot nicht kaputt geht beim schmieren 😅.
Die heutige Fahrt wird verhältnismäßig kurz, da sie uns innerhalb nur 31 Minuten nach Franz Josef führt.
Der Ort, wie auch der gleichnamige Gletscher, wurde 1865 vom europäischen Forscher Julius von Haast nach dem damaligen Kaiser von Österreich-Ungarn benannt.
Vor der Abfahrt musste noch der höchste Berg Neuseelands , der Mount Cook (3724 m), fotografiert werden. Die Wolken hatten sich verzogen und heute ist die letzte Möglichkeit ihn zu sehen. Schon früh morgens hört man die Helikopter starten, die zahlungsfreudige Touristen zum "Heli-Hike" Richtung Mount Cook bzw. den Gletschern fliegen. Dabei fliegt ein Hubschrauber Sie auf einen sicheren Teil des Gletschers, wo Sie mit Bergführern und Steigeisen wandern dürfen.
Ansonsten sind die Zugänge nicht gestattet oder erwünscht. Da wir das nicht brauchen, genügt uns das Foto 🙂.
Weiter führte uns der Weg über den anspruchsvollsten Abschnitt des State Highway 6, welcher durch zahlreiche Serpentinen gekennzeichnet ist. Immer wieder haben wir dabei mit den Tücken der Innenausstattung des Campers zu kämpfen. So öffnen sich bei steilen Kurven mit Vorliebe die Schubladen in der Küche. Obwohl die Schubladen einen Schutz besitzen, der eine ungewollte Öffnung verhindern soll, hilft das nicht immer und wir helfen zusätzlich mit Pappe nach. Leider führt auch das nicht immer zum Ziel 😅.

So hatten wir auch während der schönen Fahrt nach Franz Josef auf genau dieser Straße
eine Schublade, welche die Flucht in die weiten des Campers gesucht hat.
Bevor das Wetter kippt, ab Nachmittag ist Regen angesagt, liefen wir beginnend vom Franz Josef Glacier Car Park den Sentinel Rock Walk. Der kurze Wanderweg führt zu einer Aussichtsplattform von welcher man aus man den Franz Josef Gletscher fotografieren kann. Bis zu der Stelle war der Gletscher 1908. Der Wanderweg ging früher noch weiter an den Gletscher ran, wurde aber mittlerweile gesperrt. Die Anbieter für Flugtouren freut es, so hört man unentwegt Hubschrauber über einen kreisen.

Auf dem Rückweg zum Auto, welcher wieder durch den Urwald führt, konnte man sich die erste Berghütte anschauen, welche 1913 errichtete wurde.
Bevor es im Anschluss auf unseren Campground ging, wurden schnell noch die nötigsten Dinge wie Alkohol, Schokolade und Zutaten für einen Kartoffelsalat zu Weihnachten eingekauft (evtl. auch in umgekehrter Reihenfolge 😆)
Der Regen hat mittlerweile eingesetzt und so lassen wir den Tag mit Faulenzen ausklingen.




















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